Klassischer Spargel mit schwasiatischer Note

Ich hatte dieses Jahr ja schon einmal Spargel auf schwasiatische Art zubereitet, aber irgendwie musste noch ein weiteres Rezept her. Der Anstoß kam heute dankenswerterweise von meiner Frau und ich hab den Ball quasi aufgenommen (herrliche Anspielung auf die WM, die ich gerade so intensiv verfolge).
Ich hatte schon seit geraumer Zeit im Sinn mal eine Hollandaise auf schwasiatische Art zuzubereiten. Problem war nur, dass Spargel an sich ja nicht besonders intensiv schmeckt. Da darf es auf keinen Fall einen geschmacklichen Holzhammer geben, da man sonst gar nichts von dem Gericht hat. Also ist der schwasiatische Ansatz diesmal sehr dezent. Auf dem Bild sieht man schon, wie das Ergebnis aussah. Verwechselt es aber bitte nicht mit Sauce Choron, denn die wird mit Tomatenmark zubereitet.

So schnell und leicht es zubereitet war, so lecker war es auch 😉
Viel Spaß beim Nachkochen!

Deine Zutaten für 4 Personen

Für die Reduktion
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 3 Petersilienzweige
  • 1/2 TL getrockneter Estragon
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse trockener Weißwein
Für die rote Thai-Curry Hollandaise
  • 3 Eigelb
  • 200g Butter
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zucker
  • 2 EL rotes Thai-Curry Pulver
Für den Spargel
  • 20 dicke Stangen weißer Spargel
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 50g Butter
  • Salz
Für die Kartoffeln
  • 16 kleine Kartoffeln
  • Salz
Für die Schnitzel
  • 8 kleine Putenschnitzel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl

Und so bereitest du es zu

Die Reduktion

Die Schalotten in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben. Dann auf mittlerer Flamme köcheln lassen, bis noch ca. 3 EL Flüssigkeit übrig ist. Anschließend durch ein Haarsieb seihen und abkühlen lassen.

Die Hollandaise

Einen Topf mit Wasser zum kochen bringen. Eine Schüssel nehmen, die nicht in den Topf fällt und auch nicht dessen Boden berührt. Den Herd auf mittlere Flamme einstellen. Die Eigelbe und die Reduktion hineingeben und mit dem Schneebesen leicht vermengen. Anschließend die Butter in Flocken zugeben und ebenfalls leicht unterrühren. Dann Zitronensaft und das Curry-Pulver zugeben. Jetzt mit dem Schneebesen alles zu einer kompakten Emulsion verrühren. Das dauert seine Zeit und geht mit Sicherheit auch auf die Arme. Es empfiehlt sich mit dem Schneebesen eine 8 zu zeichnen, was man dann immer stets wiederholt. Ihr könnt bei normaler Leistung ca 10 Minuten einplanen, bis sich eine halbwegs vernünftige Hollandaise einstellt.
Wenn ihr fertig seid ist es wichtig, die Hollandaise weiterhin warm stehen zu lassen, und ab und zu umzurühren, damit sich die Emulsion nicht vor dem Servieren trennt.

Der Spargel

Die Spargelstangen gut schälen, damit keine Fasern mehr zurückbleiben. Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Die Zitrone halbieren und mit der Butter und dem Spargel ins Wasser geben. Die Garzeit beträgt ca. 9-11 Minuten – je nachdem wie dick die Stangen sind.

Die Kartoffeln

Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Die Kartoffeln entweder waschen und abbürsten oder schälen – je nachdem was euch lieber ist – und ins Wasser geben. Nach ca. 10 Minuten sollten sie weich sein. Die Probe macht man, in dem man ein Küchenmesser nimmt und in die Kartoffeln sticht. Wenn sie von alleine herunterrutschen, sind sie servierfertig.

Die Schnitzel

Das Fleisch waschen und mit einem Küchentuch abtrocknen. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne Öl hoch erhitzen und die Schnitzel scharf von beiden Seiten abraten.

2 Comments

  1. 13. Oktober 2014
    Reply

    Wow! Tolle Rezepte! Das klingt alles wirklich lecker! Ich bin großer Fan der asiatischen Küche und finden diese Kombination mit der schwäbische Küche grandios! Ich werde direkt heute dieses Rezept ausprobieren!

    Ich liebe nicht nur asiatisches Essen, auch die asiatischen Getränke habe es mir angetan, allen voran der asiatische Jiaogilan Tee. Den kann ich nur weiterempfehlen: http://jiaogulan.eu/

    • Sven
      14. Oktober 2014
      Reply

      Hallo zurück,
      danke für die Blumen. Freut mich, dass sich jemand damit identifizieren kann, und auch mutig genug ist, es auszuprobieren.
      Das mit dem Tee klingt super. Ich denke hier werde ich auch mal testen 😉

      Viele Grüße
      Sven

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