Wulle-Weihnachtscurry im Laugenweckle

Wenn es draußen kalt wird, werden die Mahlzeiten drin meist auch deftiger. Mal ehrlich: wer mag schon einen richtig reichhaltigen Eintopf Mitte August bei 29° C im Schatten – ein paar wenige werden sich jetzt aber trotzdem wiederfinden 😉 Ich selbst genieße den Wechsel der Jahreszeiten und den damit anderen Kochgewohnheiten sehr. Deshalb habe ich mir auch passend dazu wieder was ausgedacht.

Als Bewohner des süddeutschen Raums sollte einem Laugengebäck ein Begriff sein. Alle anderen haben hoffentlich schon mal von der Laugenbrezel gehört. Ich meine jetzt auch nicht die harten kleinen Brezeln aus der Knabberabteilung, sondern die weichen leckeren Backwaren. Konzentrieren will ich mich heute auf das Laugenbrötchen (ab jetzt nur noch ´“Weckle“ genannt). Wer Probleme hat, Laugenweckle beim Bäcker seines Vertrauens zu bekommen, kann bei Friesi kocht, backt und schnackt ein gutes Backrezept finden. Die Entstehunggeschichte zum Laugengebäck und der Brezel im speziellen könnt ihr bei den Kollegen von Worlds of Food nachlesen. Ich persönlich halte die schwäbische Variante vom Bäcker Frieder aus Urach für die einzig wahre 😀

Viel wichtiger, als das „Drumherum“, ist aber natürlich das „Darin“ – sprich der Inhalt unseres Weckles. Im Titelbild könnt ihr gut sehen, dass ich meine Curryvariante in ein ausgehöhltes Weckle gefüllt habe. Hier habe ich eine fruchtige Variante eines gelben Putencurrys zur Basis genommen, und zum schwäbischen Weihnachtscurry umgemodelt. Der Clou bei dem Rezept ist in jedem Fall die Verwendung von Wulle-Bier. Den meisten Bewohnern der schwäbischen Metropole und dem weiteren Umland dürfte diese Brauerei etwas sagen. Die lange Geschichte und Tradition der Brauerei könnt ihr auf deren Homepage nachlesen.

Viel Spaß beim Nachkochen in weihnachtlicher Stimmung!

Deine Zutaten für 6 Personen

  • 700g Putenbrustfilet
  • 30g frischer Ingwer
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • 10 Datteln getrocknet
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL gelbe Thaicurrypaste
  • 200ml Geflügelfond
  • 200g Apfelmus
  • 250ml Kokosmilch
  • 1 Flasche Wulle Bier
  • 4 EL Sonneblumenöl
  • 4 Schokoladenlebkuchen zartbitter
  • 1 EL Lebkuchengewürz
  • 12 große Laugenbrötchen
  • Salz

Und so bereitest du es zu

Zuerst mit dem Messer ein ca. 6 cm breites Loch in die Weckle schneiden und das Innere herauspuhlen. Achtet darauf, dass der „Deckel“ halbwegs unversehrt bleibt. Später beim Servieren können eure Gäste dann eine Überraschung erleben, wenn sie den Inhalt noch nicht sehen können.

Anschließend das Fleisch in ca. 2x3cm große Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Datteln ebenfalls entkernen und kleinschneiden.

In einer beschichteten Pfanne 2 EL Öl erhitzen, die Fleischstücke portionsweise dazugeben und goldbraun anbraten. Dann herausnehmen, salzen und zur Seite stellen. Im Anschluss das restliche Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 5 Minuten anbraten. Ingwer und Knoblauch zugeben und weitere 2 Minuten braten. Jetzt Apfel und Datteln dazu und noch mal 3 Minuten braten.

Dazu kommt jetzt die Currypaste. Gut verrühren und kurz anrösten. Nicht zu lange, da sich sonst zu viele Bitterstoffe freisetzen. Das Ganze wird nun mit dem Geflügelfond und dem Bier abgelöscht und einmal aufgekocht. Das Apfelmus, die Kokosmilch und das Lebkuchengewürz zugeben und weitere 7 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss das Fleisch rein und nochmal 10 Minuten köcheln lassen.

Das fertige Curry kann nun in die Weckle gegeben werden. Kurz vor dem Servieren die Lebkuchen klein krümeln und auf das Curry dekorieren.

Passend zum Gericht passt – wie mag man es auch anders vermuten – Wulle Bier 😀

Variieren kann man hier allerhand. Statt Fleisch eignet sich Räuchertofu ganz famos und der Geflügelfond kann durch Gemüsebrühe ersetzt werden. Damit kann man auch Vegetarier begeistern.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit. Lasst euch nicht stressen und genießt die kürzer werdenden Tage bis zum Weihnachtsfest.

3 Kommentare

    • Sven
      8. November 2015
      Antworten

      Aber gerne doch 😉

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